Liebe Leserinnen und Leser,
vor einigen Wochen hat sich für mich eine berufliche Möglichkeit aufgetan, die – insbesondere für einen Quereinsteiger aus der Wissenschaft – beinahe einmalig war: Mit großer Freude darf ich sagen, dass ich jetzt für den Forschungsverbund Berlin die Verwaltung am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung leite.
So dankbar ich für diese Chance bin, so deutlich ist jetzt eine Konsequenz geworden: Es bleibt mir neben dem Beruf und dem Familienleben kaum noch Zeit zum Schreiben. Das bedaure ich sehr, denn in der Wissenschaftslandschaft passiert zur Zeit eine Menge. Die wachsende Leserschaft und die persönlichen Rückmeldungen auf manche Artikel waren außerdem ermutigend und eine tolle Erfahrung.
Aber: Ein guter Artikel kostet viel Zeit.
Hintergrundrecherche, Textentwurf, Feinarbeit, Bildmaterial… In Summe braucht ein qualitativ hochwertiger Beitrag etwa einen Tag Arbeit, und inzwischen muss ich mir eingestehen, dass mir diese Zeit jetzt schlichtweg fehlt. Meinem Anspruch, komplexe Zusammenhänge aufzuzeigen und dadurch Denkanstöße zu geben, kann ich momentan nicht gerecht werden, daher habe ich entschieden, „Behind the Science“ vorerst ruhen zu lassen. Und mit etwas Glück lässt sich das Projekt irgendwann in der Zukunft auch wieder neu beleben – darauf freue ich mich schon.
Herzlichen Dank an alle meine Leserinnen und Leser!
Uli Rockenbauch


Eine Antwort zu “„Behind the Science“ pausiert ”
Lieber Uli,
jammerschade, dass Du uns nicht weiter mit Deinen Hintergrund-Beiträgen
zum Wissenschaftsbereich versorgen kannst 🙁, aber natürlich
nachzuvollziehen, dass Dich Deine neue Tätigkeit ganz mit Beschlag
belegt. Herzlichen Glückwunsch! Schon wieder eine neue Tätigkeit, nach
gerade mal zwei (?) Jahren am DZHK – das widerspricht ja dem
5-Jahres-Zyklus, den ich in Deinen Veränderungen bemerkt zu haben
glaubte (→ Fünfjahrplan). Was hat Dich denn dazu bewogen? Wolltest Du
denn schon länger in solch einen reinen Verwaltungsposten wechseln?
But now for something completely different: Ich war neulich in der
Ausstellung „Mikrokosmos Westberlin“ in der Kommunalen Galerie
Wilmersdorf und habe dort ein interessantes Gemälde von der
Güntzelstraße entdeckt, das man wohl auch in der Artothek ausleihen
kann, wenn es nicht gerade in der Ausstellung hängt: „/Güntzelstraße
1948/“, siehe https://nat.museum-digital.de/object/1236337 von Gerda
Rotermund (1902-1982),https://de.wikipedia.org/wiki/Gerda_Rotermund
Güntzelstraße 1948
Und nun die Frage: Wo in der Güntzelstraße ist das? Könnte es etwa sein,
dass dieses alleinstehende braune „Haus unter dem Regenbogen“ euer Haus
ist? Nicht ganz einfach zu sagen, denn es gilt ja ein Gemälde (siehe:
künstlerische Freiheit) von 1948 mit einer Realität von jetzt zu
vergleichen, 75 Jahre später, ein langer Zeitraum, in dem manche Ruine,
die damals noch stand, verschwunden ist, und auch die damals
stehengebliebenen Häuser überbaut und verändert wurden. Vielleicht ein
Orientierungspunkt: Wo schon damals nichts mehr stand, kann heute kein
Altbau stehen. In dieser Logik könnte es schon euer Haus sein: Lücke
davor, Neubau danach, dann die Straße (das wäre dann die Pfalzburger),
dann wieder ein Neubau… Nicht gut dazu passen will indessen die andere
Straßenseite, da müsste man dann annehmen 😕, dass die vorne
abgebildeten Häuser in ruinösem Zustand waren und später verschwanden
und den Badmington-Hallen Platz machten. Und die Straße ist auch zu
gerade. Und auch der geschwungene Aufbau auf dem Haus selber passt nicht
wirklich.
Aber ihr seid ja inzwischen auch eine ganze Weile dort im Kiez und seht
vermutlich auf den ersten Blick, welches andere Haus es in Wirklichkeit
ist…
Eine weitere interessante Frage: Welche Ecke ist das auf dieser
Postkarte? →
https://www.akpool.de/ansichtskarten/24162375-ansichtskarte-postkarte-berlin-wilmersdorf-guentzelstrasse-backhof
Güntzelstraße Backhof
Ich bin gespannt, ob Du mit neuen Erkenntnissen aufwarten kannst.
Herzliche Grüße an euch alle,
Chris
Chris Weise|Kaiser-Friedrich-Str.34|10627 Berlin|Tel.+49-30-32707155|E-Mailchrisweise@gmx.de